Montag, 19. März 2012

Tongariro Alpine Crossing

Der Tongariro Alpine Crossing - beschrieben als die beste Ein-Tages-Wanderung der Welt. Na das muss ich mir natuerlich anschaun.. und so gehts los um 7 Uhr in der Frueh, noch vor Sonnenaufgang. Der Bus bringt uns auf die eine Seite des Tales und wird uns am Nachmittag wieder aufsammeln. Uns meint die anderen Touristen, die die Ueberquerung auch machen wollen..

 
in der Ferne sieht man den Vulkan, der regelmaessig zu spucken anfaengt - heute bleibt alles ruhig


Blick ueber den Eingang ins Tal - die Sonne ist gerade hinterm Berg aufgegangen, wie man am Schatten sieht

der Weg fuehrt neben dem Vulkan vorbei, wegen dem Wetter gehe ich hier aber nicht hinauf..

 
nach den ersten 500 Hoehenmetern erreicht man ein Hochplateau - leider zieht hier der Nebel ein, die weitere Wanderung wird in der Nebelsuppn stattfinden..

der Emeraldsee - sieht am Werbeprospekt fuer die Wanderung so toll aus, wie auch das gesamte Tal. Hier kann man es nur erahnen..


auf der anderen Seite - nach insg. 800 Hoehenmetern gehts wieder hinunter. Hier bin ich wieder aus der Nebelsuppe draussen..

ueberall findet sich Lava und Asche

Zum Glueck haben sie im Hostel Handschuhe und Haube hergeborgt, ansonsten waere ich da oben wohl erfroren..

Blick hinunter auf die andere Seite des Tales


Samstag, 17. März 2012

Neuseeland - Nordinsel

Neuseeland! Die Nordinsel. Angekommen in Auckland, habe ich mir nach den Tropen erstmal eine ordentliche Erkaeltung zugezogen – langsam komme ich drueber hinweg. Von Auckland, wo ich meinen superschicken, lautlosen, weissen Mitsubishi Lancia – juengeres Modell – abholte, gings nach drei Tagen Richtung Sueden – nach Rotorua, einer vulkanisch sehr aktiven Region, wo ich mich die naechsten Tage nicht sattsehen konnte an blubberndem Schlamm, koechelnden Wasserloechern, spritzenden Geysiren, dampfender Oberflaeche und heissen Fluessen..
Im Stadtpark im Schwefelfussbad traf ich schliesslich einen Schulfreund meines Lieblingsschafscherers Terry in Oesterreich, Arthur, der mich in weiterer Folge mit wichtigen Insidertips versorgte: wo die Badestellen der Einheimischen sind – gratis natuerlich und angenehm warm – wo es das beste Eis gibt, wo die meisten Schafe sind etc.
alles brodelt, dampft und koechelt in Rotorua

ein Geysir!

..hier in Action.

kochender, blubbernder Schlamm

im Vulcanic Valley, entstanden nach der Eruption 1880

Heisswassersee

heisser Fluss (nein, hier gibts keine Fische)

die Mineralien haben gar wunderbare Farbzusammenstellungen geformt

ein Minigeysir..

Heisswassersee

noch mehr blubbernder Schlamm..

Abendstimmung am Rotoruasee

See Taupo, suedlich von Rotorua

In Rotorua habe ich auch eine Maoriauffuehrung besucht - bin sehr begeistert von der Tatookunst..


und so hoert sich das an..

Samstag, 10. März 2012

Cairns

Cairns - die letzte Station meiner 4 monatigen Australienhalbumrundung. Das Auto verkauft, untergekommen in einem sehr netten Hostel, dem Woodduck Inn mit vielen Langzeitbewohnern, finde ich mich wieder in einer sehr netten Gemeinschaft. Ausserdem gibt das inkludierte WiFi Gelegenheit, die weitere Reise ausgiebig zu planen, Fluege zu buchen und sich auf Neuseeland und Suedsee vorzubereiten. Das herausragendste fuer mich in Cairns sind zweifellos die Flughunde, zu tausenden haengen sie untertags in den Baeumen im Citycenter, um Abends wie auf Kommando zu den Obstplantagen aufzubrechen..



Im Hostel gibt es - natuerlich und wichtig! -ein Swimmingpool, das die tropische Hitze auf komfortable Weise aushalten laesst, wenn man nicht am Esplanadenswimmingpool herumhaengt.

Im Park neben dem Strand gibt es am Wochenende Live Musik, man kugelt im Gras herum und erfrischt sich ab und zu im Pool (Meerbaden gibts hier nicht - Krokodile und Quallen verbieten das Vergnuegen) - und mir kommt nur noch ein Gedanke in den Sinn: Live is so sweet..

Pool am Strand, im Hintergrund der Strand

Weil man im Hostel ja sonst nix zu tun hat, wurde spontan beschlossen, zu heiraten. Catherine aus New York und Dustin aus Canada sollten die gluecklichen sein - wie bei einer echten Hochzeit gab es natuerlich einen Polterabend, Luftballons und Flyer, und nach dem Polterabend eine Poolparty..


In Cairns trennen sich unsere Wege - Olly ist schon in Thailand und erholt sich in Ko Phangan vom Australienabenteuer, Gavin fliegt zurueck nach Westaustralien, bevor es fuer ihn nach Indien weitergeht.. und ich..ich war sehr geschaeftig die letzten Tage und habe nun meine Fluege fuer Neuseeland, Samoa, Tonga, Tuvalu, Fidschi und Vanuatu in der Tasche. Was bleibt da noch zu sagen?  Live is sooo sweet..

Freitag, 2. März 2012

Regenwald


Der Regenwald.. es gibt also immer noch eine Steigerung zu tropisch. Noerdlich von Cairns, wo es im Winter nur kalte 25 Grad plus hat, erreichen die Temperaturen an einem durchschnittlichen Februartag 35 Grad. Gepaart mit 80 - 100 % Luftfeuchtigkeit, kann man nur noch eines tun: schwitzen. Dabei muss man sich nicht einmal bewegen.. In diesem speziellen Klima ist natuerlich die Pflanzen- und Tierwelt wahnsinnig Artenreich und schoen, wenngleich auch nicht immer Menschenfreundlich.. 

auf der Fahrt Richtung Norden passieren wir regelmaessig Bananenplantagen, eine gute Moeglichkeit zum Geldverdienen fuer Langzeittouristen..

die Regenzeit hat immer noch nicht eingesetzt, daher ist der Wasserfall hier nicht so arg beeindruckend, aber beeindruckend genug



Crocodile country! die Warnschilder sind nicht zu uebersehen, die Geschichten der Einheimischen tun das uebrige, dass man hier ganz sicher Vorsicht walten laesst, denn..

..sie ziehen harmlos ihre Runden, patroullieren den Fluss auf und ab, und warten nur auf ein gschmackiges Stueckerl Fleisch, egal was, hauptsache es bewegt sich..

Uferleben im Daintree Nationalpark


was sich hier ueberall finden laesst, sind menschenleere Straende, Kokosnuesse zum selberernten (habe mir wohlweislich zu Beginn unserer Reise eine Axt gekauft, die nun ganz schoen praktisch wird) die Krokodile nutzen auch die Straende gerne, und wenn es keine Kroks sind, sind es die Quallen..



gluecklicherweise sind nicht alle Wasserstellen von Krokodilen eingenommen, Hinweisschilder weisen diesen Flussabschnitt ausdruecklich als Swimminghole aus, also nix wie rein, und schwimmen mit den Fischen..

..bevor es zurueck nach Cairns geht, wo wieder der organisatorische Teil der Reise im Vordergrund steht - wer mag einen alten VAN kaufen? - Die Gitarre war innerhalb von zwei Stunden verkauft, mit dem Auto dauert es wohl noch.    

Townsville und Table Wetlands

Auf dem Weg nach Cairns, dem vorlaeufigen Endziel der Australien Rundfahrt, passieren wir Townsville. Wie ueberall seit Airlie Beach, ist das Meer voller gemeiner Kreaturen, den Quallen. In Townsville hat man ganz einfach ein Swimmingpoll neben dem Meer gebaut, das woechentlich mit frischem Meerwasser gefuellt wird und Quallenfrei ist. Es wird zunehmend tropischer hier, daher ist so ein Pool ganz schoen praktisch..

wenn man dennoch im Meer schwimmen moechte, kann man das gefahrlos innerhalb des Stingernetzes tun. Ausserhalb empfiehlt sich nur noch ein Stingersuit..

die Regenzeit hat noch nicht eingesetzt, es sollte bereits seits Dezember Monsun sein. Dennoch ist es ueberwiegend bewoelkt, aber wen kuemmerts bei 30 Grad..

fuer Beni - ein typisches Essen in Australien, serviert auf einem typischen "Teller" - man bekommt ein Papierpackerl mit Fisch und Chips, irgendwo verborgen 2 Scheiben Zitronen. Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich die oesterreichische Kueche schaetze!

Da Townsville fuer mich ansonsten weiters nicht viel zu bieten hat - Pubs und Nightclubs lassen mich ziemlich kalt - gehts weiter ins noerdliche Hinterland, die Table Wetlands. Hier, heisst es, sind die Schnabeltiere besonders gut zu beobachten.. also wieder einmal ein Versuch, sie zu sehen.


unterwegs passieren wir gar wunderliche Sehenswuerdigkeiten - hier: The Big Mango, wie sich unschwer erraten laesst, und ja,

The Big Gumboot. Das Gummistiefeldenkmal ist 9m hoch - zum Andenken an die Flut in den 50ern, die 9m erreichte..

Hereford & Co haben in dem Klima keine Chance mehr, die einzige Rasse die man hier noch antrifft, sind die Brahmans. Die Rinder laufen hier frei herum und stoeren sich auch nicht am Verkehr, die Strassen sind ohnedies sehr ruhig

Im Tableland Nationalpark, hier am Fluss heisst es, sind sie, die Schnabeltiere. Also wieder einmal geduldig stundenlang am Fluss sitzen und warten..


keine Schnabeltiere, aber Schildkroeten! Innerhalb von 10 Minuten lassen sich 20 verschiedene sichten, die Schildkroeten sind auch ueberaus interessiert am Uferleben und kommen teilweise aus dem Wasser heraus.

und sonst.. Neben zahllosen Insekten gibt es hier die allerschoensten und groessten Schmetterlinge ueberhaupt. Lassen sich gewoehnlich nicht leicht fotografieren, dieser hier sitzt dank eines Lizardbisses still und wartet auf sein Ende..